Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS |
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Neue Inspirationen an den Europäischen Tagen des Denkmals 2024 | | Lassen Sie sich inspirieren und erfahren Sie, wie historische Verkehrswege zu unserem Kulturerbe beitragen, wie sie instandgesetzt werden können und zu unterhalten sind. Eine einmalige Gelegenheit dazu bieten die Europäischen Tage des Denkmals am 7. und 8. September 2024. Verschiedene kantonale IVS-Fachstellen organisieren Veranstaltungen, an denen sie IVS-Objekte vorstellen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite. Ab Anfang Juni publizieren wir hier auch eine Liste der Veranstaltungen mit IVS-Objekten.
Die Europäischen Tage des Denkmals stehen in diesem Jahr unter dem Motto «Vernetzt». Sie wollen erlebbar machen, wie Netzwerke – besonders auch historische Verkehrswege – den kulturellen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Austausch geprägt haben. Mehr Informationen zur Kampagne der Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz finden Sie unter www.kulturerbe-entdecken.ch. |
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Wiederaufbau und langfristiger Erhalt der Meientaler Holzzäune | | Das Meiental ist ein ökologisch und landschaftlich attraktives Seitental im Kanton Uri. Vom Dorf Wassen führt der alte Sustenweg steil hinauf in Richtung Sustenpass. Der Saumpfad und die 1811 gebaute «Kommunikationsstrasse» sind als nationale Objekte im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz erfasst (UR 4.2.3 / UR 4.2.4). Die traditionellen Meientaler Holzzäune sind als schutzwürdige Weg- und Weidebegrenzungselemente klassifiziert. Die Holzzäune hatten bis vor wenigen Jahrzehnten das Landschaftsbild im Tal geprägt. Doch nach und nach wurden sie vielerorts durch einfache, zweckmässige Plastik- und Drahtzäune ersetzt, denn der Unterhalt der historisch wertvollen Zäune ist zeitaufwändig und teuer.
Typisch für die Meientaler Holzzäune sind massive Pfosten aus Lärchenholz, die bei diesem Projekt 2,10 m lang und 70 cm tief im Boden verankert sind. Sie haben viereckige Löcher, in denen Querlatten aus Fichtenholz lose aufliegen. So kann man den «Hag» (wie die Urner sagen) überall öffnen, wenn das Vieh auf die Wiese gebracht wird. Mit dem mehrjährigen Projekt «Kulturhag Meiental» hat Pro Natura Uri zusammen mit engagierten Organisationen zwischen 2017 und 2023 die Holzzäune wiederaufgebaut. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt u.a. vom ASTRA. Als Herausforderung erwies sich die Beschaffung des Holzes aus den umliegenden Wäldern für die über 550 stabilen Holzpfosten und die rund 2100 Holzquerlatten, die bis zu 3,5 Meter lang sind. Damit die Sanierung des Meientaler «Hags» keine Eintagsfliege bleibt, wurde im Rahmen des Projektes ein Fonds geäufnet, mit dem der Unterhalt der Zäune für die kommenden Jahre gesichert ist. Genauso wichtig ist die erfolgreiche Verankerung des Projekts bei der lokalen Bevölkerung, die heute wieder mit Stolz auf die in der Schweiz einzigartigen Holzzäune blicken kann. Im Schlussbericht von Pro Natura (PDF, nur Deutsch) finden Sie viele lesenswerte Informationen, Impressionen zum Wiederaufbau der Meientaler Holzzäune sowie historische Aufnahmen. |
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Nachführung des Bundesinventars auf der IVS-Webseite | Seit 2022 laufen beim Bundesamt für Strassen ASTRA die Vorbereitungen zur Nachführung des IVS-Bundesinventars. Begleitet von einem breit besetzten Expertengremium soll das Inventar unter Federführung der IVS-Fachstelle des Bundes bis 2035 inhaltlich, kartografisch und datentechnisch überarbeitet und aktualisiert werden.
Momentan befindet sich das Nachführungsprojekt in der Konzeptphase, in der die methodischen Grundlagen und der Inventarisierungsprozess definiert werden. Das ASTRA informiert Fachpersonen und die interessierte Öffentlichkeit regelmässig über Info-Schreiben, Newsletter und weitere Kanäle über den aktuellen Stand und neue Entwicklungen im Projekt. Auf der IVS-Webseite finden sich alle wichtigen Informationen und Dokumente zur Nachführung des IVS-Bundesinventars. |
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Ancien Pont des Planches: Kulturdenkmal aus dem 18. Jahrhundert gerettet | | Die 1778 gebaute Steinbogenbrücke Pont des Planches führt in einer malerischen Schlucht in der Waadtländer Gemeinde Ormont-Dessous über den Fluss Grande-Eau. Bis zum Bau der Kantonsstrasse in den 1830er Jahren war die Brücke ein wichtiger Übergang für den regionalen Handel. Danach wurde sie rege von Wanderinnen und Wanderern genutzt, bis sie 2015 aufgrund einer Absenkung gesperrt werden musste. Dank dem gemeinsamen Engagement der Gemeinde Ormont-Dessous und des Vereins der Freunde der Pont des Planches konnte sie im Jahr 2023 aufwändig instandgesetzt werden. Mit einer offiziellen Einweihungsfeier wird die Pont des Planches am 25. Mai 2024 wiedereröffnet und damit ein wertvoller historischer Weg und Wanderweg wieder zugänglich, um das malerische Ormont-Tal (neu) zu entdecken. Lesen Sie den ganzen Beitrag (auf Französisch) auf unserer Webseite.
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Instandsetzung von historischen Strassenbauten im Alpenraum | | Im 19. Jahrhundert schufen Ingenieure, Strassen- und Tunnelbauer zahlreiche neue, fortschrittliche Strassen und «Kunstbauten». Sie ermöglichten eine gegenüber den vorhergehenden Jahrhunderten einfachere und schnellere Querung der Alpen, die als natürliches Bollwerk dem Handel zwischen Nord und Süd im Weg standen. Ab 1800 wurden u.a. Strassen über Simplon-, Splügen-, San Bernardino- und Gotthardpass gebaut, die auch heute noch den alpinen Kulturraum prägen. Zunehmende Belastungen und Abnutzung führen bei vielen der 100- bis 200jährigen Strassen zu umfassenden Unterhaltsarbeiten oder der Notwendigkeit von Erneuerungs- und Instandhaltungsprojekten.
Damit diese den Ansprüchen des modernen Strassenbaus sowie den denkmalpflegerischen Grundsätzen des Erhalts historischer Wege und Objekte gleichermassen entsprechen, braucht es ein planvolles Vorgehen. Verschiedene Kantone haben im Zuge konkreter Instandsetzungsprojekte entsprechende Erfahrungen gesammelt, kennen Fallstricke sowie bewährte Planungs- und Baupraktiken. Davon können IVS-Fachstellen, Tiefbauämter, Ingenieur- und Baufirmen profitieren, wenn sie sich mit ähnlichen Sanierungsarbeiten beschäftigen. Beispielhaft sind die verschiedenen Grundlagen und Strategien, die in den Projekten am Susten- oder Splügenpass erarbeitet wurden. Weiter lesen…
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IVS-Fachstelle des Bundes Ulrike Marx, Erika Flückiger Strebel
Bundesamt für Strassen ASTRA | ivs@astra.admin.ch | www.ivs.admin.ch
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